Der Jungjahrgang der HVE zeigte am Sonntag stark dezimiert (mit Christian, Leo und Ole fielen alle drei Kreisläufer und Abwehrchefs krank aus) eine gute kämpferische Leistung gegen den Letmather TV.
Am Ende stand nach einer geschlossenen Mannschaftsleistung ein 20:19 (8:8) – Erfolg, bei denen sich der treffsichere Moritz und die Keeper Benjamin und Paul S. jeweils zu Beginn der Halbzeiten besonders hervortun konnten. Bei besserer Chancenverwertung und weniger Ungenauigkeiten im Passspiel hätte der Sieg dabei durchaus höher ausfallen können.
Das Smartphone – ein leistungsbegrenzender Faktor im Jugendsport?
Danach ging es gemeinsam zum Sponsor: Es gab einen Teamworkshop in der Factory four. Neben den Spielern nahmen auch zahlreiche Eltern teil.
Geleitet wurde der Workshop „Das Smartphone – ein leistungsbegrenzender Faktor im Jugendsport?“ von Diplom-Sportwissenschaftler und Teamentwickler Christopher Wentzek, der seit über zwei Jahren Teams, Schulklassen und Familien im Umgang mit dem Smartphone unterstützt. „Mir ist es besonders wichtig, nicht alles zu problematisieren, sondern gemeinsam Wege für einen gesunden Umgang mit diesem ständigen Begleiter zu finden“, betonte Wentzek.
Unter dem Motto „Learning by doing“ folgte auf jeden inhaltlichen Impuls direkt eine erlebnisorientierte Übung. Ziel war es, das Gehörte nicht nur zu verstehen, sondern auch selbst zu erleben. „Nachhaltiges Lernen entsteht vor allem durch eigene Erfahrungen und konkrete Beispiele“, so Wentzek.
Besonders eindrücklich wurde das sogenannte „endlose Scrollen“, wie es aus Social Media und Kurzvideo-Apps bekannt ist, erlebbar gemacht. Eine einfache Aufgabe entwickelte sich zur Endlosaufgabe und führte bei den Teilnehmenden schnell zu Frustration. Jasper: „Wann bin ich endlich fertig?“. Auch manipulative Mechanismen von Duolingo und Online-Spielen die wurden praktisch demonstriert.
Ein Highlight für die jungen Teilnehmer war ein Konzentrationstest, bei dem Ablenkungen durch Handytöne und Videos bewusst eingesetzt wurden. Auf die Frage, wer die Aufgabe nicht beenden konnte, meldeten sich schließlich mehr Eltern als Kinder.
Ein Teilnehmer brachte die Kernaussage des Workshops treffend auf den Punkt: „Mit dem Smartphone in der Hand kann man nicht wirklich gut Handball spielen.“
Oder anders formuliert: Wird das Smartphone kurz vor dem Training, vor dem Spiel oder sogar in der Pause genutzt, gehen Fokus und Aufmerksamkeit für das Teamspiel verloren. Das beeinträchtigt nicht nur die Stimmung, sondern auch die Leistungsfähigkeit der gesamten Mannschaft.
Christopher Wentzek und Vater wünscht sich: „das jungen Menschen ihre Ziele erreichen und Träume verwirklichen, dabei stehet ihnen das Smartphone leider häufig im Weg. Deshalb wird er als „Smartphone-Begleiter“ auch künftig in Eltern, Familien, Schülerinnen und Teams dabei unterstützen, den gemeinsamen Alltag mit digitalen Medien bewusster zu gestalten indem er wertvolle Tipp und Anregungen für den gesunden Umgang mit dem ständigen Begleiter bereit hält.
HVE gegen Letmathe: Paul S., Benjamin, Hugo, Paul Z., Samu, Luke, Jasper, David, Moritz, Emil








