Am Sonntag Nachmittag durfte die 2. Damenmannschaft nach einem Jahr endlich wieder unter Wettkampfbedingungen spielen.
Im vergangenen Jahr, im letzten Spiel vor der Corona-Pause, haben wir in Neheim eine ziemliche Packung bezogen. Die Erwartungshaltung war deshalb nicht so hoch, zudem im Laufe des Wochenendes der Kader krankheitsbedingt immer kleiner wurde. Auf elf Spielerinnen schrumpfte er zusammen, wobei Emma auch noch nicht wieder ganz fit war und nur im Notfall spielen sollte und Nina aus der 1. Damenmannschaft den schmal besetzten Rückraum verstärkte.
Die Neheimer Damen dagegen konnten locker die ab dieser Saison erlaubten 16 Spielerinnen aufbieten.
Von Anfang an zeigten unsere Mädels, dass sie nicht gewillt waren, wieder so eine Packung zu bekommen wie im letzten Jahr. Aus einer guten Deckung heraus, die von Pam den nötigen Rückhalt bekam, spielten sie locker auf. Erst wenige Minuten vor der Halbzeit gerieten sie zum ersten Mal mit drei Toren in Rückstand, fanden aber schnell wieder den Anschluss zum 11:10.
Ausgeglichen ging es nach der Pause weiter, bis sich die Gastgeberinnen in der 37. Minute wieder einen drei Tore Vorsprung herauswerfen konnten. Aber in dieser Phase zeigte sich deutlich, was eine Mannschaft auszeichnet. Es wurde füreinander gekämpft, die Abwehr stand immer sicherer, die Fehler einzelner Spielerinnen wurden durch den Einsatz des ganzen Teams wieder wettgemacht. Selbst die verletzungsbedingten Ausfälle von Nina und zwischenzeitlich auch von Anna konnten kompensiert werden. Es war dann auch erfrischend zu sehen, dass eine kurze Deckung gegen Steffi keinen Bruch im Spielfluss bedeutete. Im Gegenteil, die dadurch entstehenden Lücken wurden genutzt, Sandra übernahm die Rolle der Spielmacherin und das Spiel blieb immer eng. In der 56. Minute gingen wir dann tatsächlich zum ersten Mal in Führung. Nach dem Ausgleich durch 7 Meter gelang Kiki zwei Minuten vor Schluss der letzte Treffer der Partie. Nach dem Schlusspfiff konnte man viele ungläubig dreinschauende und erstaunte Gesichter sehen: Haben wir tatsächlich gewonnen? Stimmt das, was da auf der Anzeigetafel steht? Ja, der 22:21 Auswärtssieg wurde dort richtig angezeigt. Unter dem Strich war dieser auch verdient, da wir spielerisch überzeugt haben, es immer wieder geschafft haben, unsere Außen frei zu spielen und diese den gegnerischen Torfrauen nur sehr wenig Chancen ließen.
Es war schön zu sehen, was unsere Mädels leisten können, wenn sie an sich glauben. Dazu kamen die mannschaftliche Geschlossenheit und der große Einsatzwille.
Aber etwas später am Abend kam dann leider noch die Nachricht, dass sich Nina schlimmer verletzt hat als zuerst gedacht. Leider fällt sie jetzt vier bis sechs Wochen aus. Gute Besserung, Nina, du hast viel dazu beigetragen, dass wir diese Punkte mitnehmen konnten!





