Corona zum Schwung holen genutzt: HVE mD2 – HSG Hohenlimburg ➟ 28:15 (16:10)

Während Trainer Schulze als „El Mariachi“ durch die Clubs des 17. Bundeslandes tourte, wollten es die Burschen des hochgelobten 2011er-Jahrgangs besonders gut machen. Ganz einfach das erste Tor werfen und die Führung bis zum Ende nicht mehr hergeben.

Der Heimspieltag der Jugendmannschaften der HVE am letzten Sonntag begann mit einer beeindruckend engagierten Aufwärmvorstellung. Es wurde das getan, was man eigentlich immer macht: Man trat als Mannschaft auf.

Selbst die Blicke in die andere Hallenseite ließ die Jungs kalt, wobei sich manche Zuschauer verdutzt die Augen rieben, als sie die Ausmaße der Gegner aus Hohenlimburg wahrnahmen. Es wirkte so, als wäre die Familie Dalton angetreten, da die gesamte Palette von 128 cm bis 185cm vertreten war.

Der Plan, den Trainer Tönnies vorgegeben hatte, war denkbar einfach. Oskar sollte in alter „Andi Schmid Manier“ das Spiel lenken und seine Mitspieler in Szene setzen. Der Plan ging derart gut auf, dass die entnervten Hohenlimburgen bereits nach 4 Minuten das erste Timeout nahmen. Wenn der Gegner das tut, läufts richtig gut.

Levi, Eike und Luke gingen dorthin wo es wehtut und sorgten dafür, dass die eigenen Mitspieler den einen kleinen Vorteil erhielten und vollstreckten oder die Gegner sich nur noch durch teils rüde Fouls zu helfen wussten. Zumindest wissen wir jetzt, dass sich unsere Übergangtrikots auf XXL dehnen lassen und unbeschädigt wieder zurück auf Größe 152 schrumpfen.

Vincent zeigte im Tor das, was Manuel Neuer im Moment nicht so gut drauf hat: Er hielt und hielt und hielt. Fortgesetzt wurde diese Leistung von Alexander, der in der zweiten Hälfte zwischen den Pfosten stand und ebenso den bayerischen Stutzenträger neidisch machte.

Im Abwehrverband wurde untereinander gesprochen, die Gegner wurden übergeben oder derart schnell gestellt, dass bei Hohenlimburg kein Spiel aufkam. Das sorgte für ganz kurze Zündschnüre, welche der Jung-Schiedsrichter Louis völlig unaufgeregt in souveräner Art direkt löschte bzw. entschärfte.

Ab und zu flutschte ein Bodenpass durch, aber meistens landete er in den Händen der HVE-Jungs. Ab diesem Moment konnte man mit geschlossenen Augen von 5 herunterzählen, weil es nach diesen 5 Sekunden beim Gegener einschlug. Theo und Faris battelten sich um die Torjägerkanone und kamen zusammen auf mehr Tore als die gesamte Hohenlimburger Truppe.

Mats wirbelte vorn am Kreis und malochte in der Abwehr vorbildlich gegen die körperlich überlegenen Gegner. Milan fing die Bälle hinten reihenweise ab und ließ vorne die Gegner ins Leere laufen.

Erst kurz vor Schluss kam endlich der Videocall mit Trainer Schulze zustande, so dass Tönnies bei einer Führung von 28:14 in den letzten 15 Sekunden zumindest eine Auszeit nahm, nachdem die für die erste Halbzeit ja schon verfallen war. Die Zuschauer im Gästeblock ulkten schon freudig: „So wie die drauf sind, gibts jetzt bestimmt n Kempatrick!“

Den Kempa gabs natürlich nicht, dafür einen ungefährdeten und verdienten Sieg in heimischer Gänsehölle vor tollem Publikum.

Es spielten: Mats, Levi, Theo, Luke, Vincent, Faris, Oskar, Eike, Milan und Alexander K.


# HSG Hohenlimburg