Ein guter Saisonstart der weiblichen B-Jugend sollte am dritten Spieltag gegen die HSG Lüdenscheid zu einem sehr guten werden. So der Plan! Diesem Plan folgte jedoch eine bittere Wahrheit. Die Gäste aus Lüdenscheid nahmen vor allem in der zweiten Halbzeit HVE phasenweise völlig den Wind aus den Segeln und ließen das sonst starke Tempospiel nicht zur Entfaltung kommen. Am Ende stand mit 17:21 die erste Saison-Pleite fest.
Am ersten Spieltag gewann HVE Villigst-Ergste souverän in Lüdenscheid mit sechs Toren. Zwei Spielverlegungen geschuldet trafen die beiden Mannschaften nun am „dritten“ Spieltag schon wieder aufeinander. Selbstbewusst gingen die weibliche B-Jugend das Spiel an und erwischte auch einen guten Start. Mit gutem Tempo in die Nahtstellen und eines konsequenten Abräumens fielen die ersten Tore über Außen. Ein bekanntes Bild aus letzten Spielen. Durch ein weiterhin hohes Tempo und einigen Ballgewinnen konnte nun auch der Rückraum in Fahrt kommen. Rückraumspielerin Leni traf zwei Mal hintereinander und HVE führte mit 7:4. Der Vorsprung hielt einige Minuten bis zum 8:5 in der 16 Minute. Jedoch kam jetzt ein Bruch in das Angriffsspiel der Blau-Weißen. In der restlichen Zeit der ersten Halbzeit trafen sie kein einziges Mal mehr. 1g1-Duelle wurden nicht konsequent gesucht und die Lüdenscheider Abwehr konnte so nicht mehr geschlagen werden. So kam es wie es kommen musste. Statt einer Führung ging es mit einem Spielstand von 8:8 in die Halbzeitpause. Nach der verspielten Führung machten sich hängende Köpfe breit und die Unzufriedenheit mit sich selbst.
Der Abwärtstrend setze sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Bereits nach fünf Minuten führte Lüdenscheid mit 10:13. Nun wurde es noch dicker. Für Torhüterin Lena, welche bisher ein gutes Spiel gezeigt hatte, ging es angeschlagen nach 30 Min nicht mehr weiter. Rückraumspielerin Flora ging aus der Not geboren zwischen die Pfosten und hielt direkt einen 7-Meter. Als sie auch noch einen Tempogegenstoß artistisch übers Tor lenkte, war die Energie und der Wille wieder da. In kürzester Zeit traf Leni drei Mal vom 7-Meterpunkt und HVE war wieder dran. Gleich zwei Mal glich Mittel-Frau Lori zum 16:16 und 17:17 aus. Der Jubel war groß und der Wille zurück. Jedoch nur kurz. Der frische Wind in den Segeln verpuffte so schnell wie er kam. Der 17te Treffer war der letzte, den HVE erzielen konnte. Jedoch waren da noch 5 Minuten zu spielen. Lüdenscheid traf drei Mal mit demselben Spielzug, den die Hausherrinnen nicht mehr verteidigt bekamen.
Am Ende stand also eine Niederlage fest, die durch Fehler im eigenen Angriff entschieden wurden. Wie heißt es so schön (oder auch nicht): Handball ist ein Fehlersport – wer mehr Fehler macht verliert…
Am kommenden Sonntag geht es beim „Vorspiel“ der Minis um 09:30 Uhr morgens gegen den Tabellenführer SG Iserlohn-Sümmern. Eine offensive Leistungssteigerung muss her, um hier bestehen zu können. Die weibliche-B ist motiviert eine Reaktion zu zeigen und mit einem ganzen Orkan in den eigenen Segeln anzutreten.





