Der „Hexer“ verzaubert die Kids

Knapp 500 Kinder und etwa 800 Erwachsene besuchten am Sonntag das „Kinder stark machen“-Fest der HVE Villigst-Ergste im Elsebad.

Der Handballverein hatte dieses Fest im vergangenen Jahr als ersten Preis des bundesweiten Wettbewerbs „Kinder stark machen“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Deutschen Handballbundes (DHB) gewonnen und zwar „für vorbildliches Engagement mit Kindern und Jugendlichen sowie gelungenen Aktionen gegen Sucht und Drogen“, lobte der stellvertretende Bürgermeister Jürgen Paul – selbst ehemaliger HVE-Handballer – bei der Überreichung des Pokals samt Urkunde und zweier Trikotsätze an den Vorsitzenden der Handballgemeinschaft Bernd Abrahams.

Solche Aktionen standen auch auf dem Programm, als Abrahams die Veranstaltung um 11 Uhr eröffnete. Die Kids ließen sich nicht lange bitten und zeigten ihre Fähigkeiten auf der „Kinder stark machen“-Bühne bei Team-Wettbewerben, Akrobatik, Teller drehen, über Feuer springen und dem „Kinder stark machen“-Song. Auch Mutpendel, Bälle-Labyrinth, Balancierparcours oder der Mini-Erste-Hilfe-Kurs fanden regen Zulauf.

Einmal mehr konnten sich die Kinder Autogramme bei den inzwischen schon befreundeten Handballdamen von Borussia Dortmund abholen und sich an der Wurfgeschwindigkeitsanlage versuchen. Auch Quarterback Peter Blaschke war zusammen mit anderen Streetworkern des Schwerter Netzwerks vor Ort.

Die größte Aufmerksamkeit jedoch erhielt natürlich der Star der Veranstaltung: Andreas Thiel, ehemaliger Torhüter der Deutschen Handballnationalmannschaft, zeigte im „Shoot Out“ (Je zwei Spieler/-innen der einzelnen HVE-Jugendmannschaften unter 16 Jahren durften sich mit je zwei Würfen am „Hexer“ versuchen.), dass er auch mit über 50 Jahren noch nicht zum alten Eisen gehört, auch wenn er den ein oder anderen Ball passieren lassen musste. Allerdings die beiden Würfe des achtjährigen Torben, der vor dem Wettbewerb noch vollmundig erklärte, dass er einfach besser sei als der ehemals weltbeste Torhüter und daher treffen würde (hier scheinen die „Kinder stark machen“-Aktionen schon gewirkt zu haben), konnte Thiel parieren.

Am Ende der Veranstaltung, die eigentlich bis 17 Uhr geplant war, aufgrund des Andrangs und der guten Stimmung kurzerhand aber um eine Stunde nach hinten verschoben wurde, sah man allseits strahlende und zufriedene Gesichter. Bernd Abrahams fand’s super: „Das Wetter hat gehalten, unzählige Kinder und ältere Besucher haben sich hier eingefunden. Die professionelle Moderation seitens der Mitarbeiter der BZgA veranlasste die Kids sofort zum Mitmachen. Und natürlich haben die vielen Sponsoren und Helfer, ohne die ein solches Fest überhaupt nicht stattfinden kann, zu dieser positiven familiären Atmosphäre beigetragen. Dies alles bestärkt uns darin, weiter auf die Jugendarbeit zu setzen.“

Quelle:derwesten.de, 10.07.2011, Bettina Koster


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