Ein schon verloren geglaubtes Spiel drehte die D-Jugend-Reserve gegen körperlich überlegene Gäste noch in einen furiosen Sieg, der die Fangemeinde restlos begeisterte. Es war ein intensives, zweikampfbetontes Duell, das am Sonntag morgen im Gänsewinkel statt- und am Ende einen glücklichen Sieger fand.
Doch wie kam es dazu? Ohne allzu weit ausholen zu wollen, muss hier doch ein Bogen zu Alfred Gislasson gespannt werden (oder war es Noka Serdarusic?). Egal, sind beide ja ganz ordentliche Trainer. Einer von den beiden hat jedenfalls mal (so oder so ähnlich) gesagt, dass ein Torwart eigentlich nur einen einzigen Wurf halten muss. Nämlich den entscheidenden. Stimmt auch. Und wenn er mehr hält, ist das ja auch nicht so schlecht.
Aber zum Sieg reicht das wiederum natürlich nur, wenn der Rest der Mannschaft auch abliefert. Also doch nicht ganz so einfach…
Wenn man dann gegen einen starken Gegner über weite Strecken des Spiels einem 3- bis 5-Tore-Rückstand hinterherläuft, sind die Vorzeichen für eine spannende Schlussphase eigentlich nicht gut. Wenn man aber in einer Mannschaft spielt, die verlieren richtig doof findet, dann gibt man den Glauben an einen Sieg nicht voreilig auf.
Und so war es wohl pünktlich und passend zum 1. Advent der Glaube, der die Berge ääh Gegenspieler versetzte. Bereits in der ersten Halbzeit konnten die HVE-Jungs einen 7:12-Rückstand bis zur Pause auf 11:12 verkürzen und kurz nach dem Wiederanpfiff sogar ausgleichen. Das hatte aber Kraft gekostet. Dies nutzten die Gäste geschickt, um wieder stabil in Führung zu gehen. Über 15:18 und 18:20 (35. Minute) liefen die Villigst-Ergster erneut und dauerhaft hinterher. Aber die Advents-Messe war noch nicht gelesen…
Showdown im Gänsewinkel. Wir benötigen: 5 Minuten kein Gegentor, im Angriff gewonnene Zweikämpfe und bitte ein würdiges Publikum. Vorhang auf, Bühne frei, alle Papas bitte schnell ein Bier… ach nee war ja noch Vormittag…
Was soll man sagen? Alle haben abgeliefert. Das Abwehrbollwerk hielt und Luke legte derweil im Angriff ein paar schnelle Soloeinlagen aufs Parkett. Weihnachten wird bei Familie Tönnies dieses Jahr vermutlich Stepptanz performt. Oder Schwanensee. Oder halt doch wieder Tractor Pulling.
Als 45 Sekunden vor Schluss Alex den letzten Wurf der Gäste parierte, brandete ein Jubelorkan von der Tribüne, der noch lange in den Ohren klingeln wird. So hätte Alfred (oder Noka?) sich das wohl vorgestellt.
HVE: Alex K., Mats, Levi, Theo, Luke, Vincent, Faris, Oskar, Milan, Alex R.





