HVE-Dritte zeigt bei Sieg des Willens in Iserlohn: Erfahrung schlägt Tempo

Die „Ruhrratten“ (HVE 3) musste unter personell schlechten Vorzeichen in Iserlohn antreten, nachdem etliche Leistungsträger bereits im Vorfeld passen mussten, meldete sich am Spieltag noch Torwart Daniel Dökel und Rückraum-Routinier Basti Graap kurzfristig ab. Aufgefangen werden konnte dies mit einer starken kämpferischen Mannschaftsleistung, einem treffsicheren Norman Goltermann (12 Treffer) und zwei reaktivierten Düsenbergs, die erstmals gemeinsam mit ihrem Bruder Marco auf der Platte standen (Lars spielte vor Urzeiten für die erste der HVE, Björn hat nun doch noch den Weg von der HSG herübergefunden).

Dabei lagen die Routiniers aus der Ruhrstadt nur ein einziges Mal zurück, beim 11:12 nach 26 Minuten. Wer dachte, jetzt würde das Spiel kippen – und das dürften ob des großen Altersunterschiedes zwischen beiden Teams in der gut besetzten Halle einige gewesen sein – sah sich getäuscht. Die HVE spielte geduldig ihre Angriffe aus und liess sich auch von einigen skurrilen Pfiffen (besonders Hendrik Hollatz wurden etliche saubere Angriffsaktionen zu Unrecht abgepfiffen, was sogar dem Gegner ein ungläubiges Schmunzeln entlockte) und der überzogenen roten Karte gegen Abwehrchef Markus Graevenbruck fünfzehn Minuten vor Schluss nicht aus der Ruhe bringen. Genervt von dem extra-langen HVE-Angriffen überdrehte Iserlohn, vergab einige Gegenstöße und leistete sich derbe Passfehler im Aufbau. Erfahrung schlug letztlich Tempo – der überragende Norman Goltermann setzte nach feinem Zuspiel von Jannis Hausdorf den Schlusspunkt gegen die überforderte offene Manndeckung der Gastgeber. Enstand war völlig verdient 27:23 (14:12) aus Sicht der Gäste.

HVE: Blömer, Böhlemann, L. Düsenberg, B. Düsenberg, M. Düsenberg (2), Kampmann (1), Battenberg (2/1), Goege (2), Graevenbruck (3), Funk, Hausdorf, Pyzalla (1), Hollatz (2), L. Mimberg (2), Goltermann (12).


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