Zehn gute Minuten reichen in jeder Liga und bei jeder Mannschaft nur selten zum Sieg – erst recht nicht, wenn man als Aufsteiger nach zwei deutlichen Auftaktniederlagen zum Landesliga-Konkurrenten SG Kierspe/Meinerzhagen fährt. So geschehen bei den Handballerinnen der HVE Villigst-Ergste, die mit einer deftigen 20:31 (10:14)-Packung am Samstagabend aus dem Sauerland zurückkehrten.
Doch im Gegensatz zu den ersten beiden Spielen hatten die Schützlinge von Trainer Volkmar B. diesmal nicht mit einem übermächtigen Gegner zu kämpfen, sondern in erster Linie mit sich selbst. „Die ersten zehn Minuten waren okay, da haben wir auch noch geführt. Aber danach ging es los“, so ein frustrierter Coach.
Was losging, war eine Anhäufung von technischen Fehlern und Fehlwürfen, die die Gastgeberinnen zu einer 14:10-Halbzeitführung nutzen konnten. Und zu Volkmar B. Unverständnis machten seine Spielerinnen in Halbzeit zwei dort weiter, wo sie vor der Pause aufgehört hatten – da half auch nicht, dass mit Hanna H. (5), die zuletzt gefehlt hatte, die beste Schützin wieder dabei war.
„Wir sind da hin gefahren, um endlich mal was zu holen“, erklärt B., „aber in dieser Liga musst du in jedem Spiel 100 Prozent geben. Bei uns waren das am Samstag aber höchstens 50.“
Team: Pamela P., Katrin S. – Caro A. (4), Sandra B., Sandra B., Julia B. (2), Alexandra D. (1), Hanna H. (5), Jana K. (2), Steffi K. (5/2), Tanja S. (1), Saskia S.
Quelle: ruhrnachrichten.de
