Furioser Start: HVE mA1 - JSG Melsungen/Körle/Cuxhagen

Furioser Start: HVE mA1 – JSG Melsungen/Körle/Cuxhagen ➟ 25:33 (15:17)

Sie starteten furios. Aber mit zunehmender Spieldauer mussten die A-Jugendhandballer der HVE Villigst-Ergste dann doch die Überlegenheit des Erstliga-Nachwuchses der JSG Melsungen anerkennen.

Mit 33:25 (17:15) nahmen die Hessen am Samstagabend im Bundesligaspiel die beiden Punkte aus der Gänsewinkel-Halle mit.

Genau zwei Minuten waren gespielt, als ein „3:0“ für die Gastgeber auf der Anzeigetafel leuchtete. Zwei Tempogegenstoß-Tore durch Philipp K. und Nils S. sowie ein Treffer von Robert S. aus spitzem Winkel sorgten für diesen Blitzstart.

Bittere zehn Sekunden

Doch Melsungen zeigte sich kaum beeindruckt und glich durch den überragenden Linkshänder-Hünen Jan G. (11/2) zum 4:4 aus. Aber auch wenn es sich aus dem Positionsangriff schwer taten, bot das Team der Trainer Dirk M. und Thomas B. Paroli und hielt mit viel Herzblut und einem starken Leon G. zwischen den Pfosten bis vier Minuten vor der Pause die Führung (14:13).

Ganz bitter dann aber die Schluss-Sekunden des ersten Spielabschnitts. Erst fingen die Gäste einen Gegenstoß-Pass ab und trafen postwendend zum 16:15, um dann auch noch einen weiteren HVE-Fehlwurf mit der Halbzeitsirene zum 17:15 zu bestrafen – zwei Gegentore für Villigst-Ergste innerhalb der letzten zehn Sekunden der ersten Halbzeit.

Dieser Melsunger Doppelschlag wirkte nach. Jedenfalls fand die HVE nach Wiederanpfiff nicht mehr zu ihrem Spiel. Während die Gäste ihre spielerische und individuelle Klasse immer mehr aufs Parkett brachten, regierten im HVE-Angriffsspiel nun kopflose Einzelaktionen. Die Folge: Melsungen zog auf 25:17 davon (43.) – es drohte, eine deftige „Klatsche“ zu werden.

Dass es nicht so kam, spricht für die HVE. Für einen Punktgewinn kamen die Villigst-Ergster zwar nicht mehr in Frage, aber größer wurde der Rückstand auch nicht mehr. So waren es auch beim Schlusspfiff acht Tore Unterschied. Und der warme Applaus ihrer Anhänger war den HVE-Jungs ohnehin sicher. Allein schon wegen der ersten Halbzeit hatten sie ihn sich verdient – trotz der letzten zehn Sekunden.

Team: Leon G., Nils K. – Jonas M. (5), Nils S. (8/5), Fabian B., Jannis M. (4), Philipp K. (4), Alexander H. (1), Louis M. (1), Johannes S., Hendrik M., Robert S. (2), Jonas F.

Quelle: ruhrnachrichten.de