Zahn um Zahn – Revanche fürs Kreispokalfinale missglückt: HVE mD1 – SG Menden Wölfe ➟ 16:21 (6:11)

Die Revanche für das verlorene Kreispokalfinale ist missglückt. Der Tabellenführer aus Menden war in den wichtigen Phasen die bessere Mannschaft. Während die HVE selbst eine passable Abwehr stellte und den Gegner phasenweise unter Kontrolle hatte, stellten die Gäste über 40 Minuten eine knallharte Deckung mit exzellenter Zweikampfführung. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase (4:4) kippte bereits nach 8 Minuten das Spiel langsam zu Gunsten der Mendener (4:7 und 6:11). In dieser Phase zog die Gäste-Abwehr den HVE-Angreifern bereits den Zahn.

Und es bleib nicht der einzige Zahn: Denn die wirklichen Dramen spielten sich jenseits der Kameras ab. Es war in der 15. Minute, als Torwart Leo auf der Bank etwas entgeistert den Trainer anschaute und seinen soeben frisch gezogenen Wackelzahn präsentierte: „Ääh, kann ich mal kurz den Mund ausspülen?“ „Ja klar, aber in 5 Minuten brauch ich Dich im Tor.“ Wir sind ja schließlich Handballer.

Die Mendener Jungs hatten offenbar zwischenzeitlich von Leos Zahnungsproblemen erfahren und wollten in der zweiten Halbzeit mit gezielten Würfen unterstützen. Als nach dem ersten Gesichtstreffer jedoch klargestellt werden konnte, dass der Backenzahn bereits entfernt war, konnten sich alle wieder auf das Wesentliche konzentrieren.

Das war allerdings ein wenig schade, denn bis dahin hatte es in der 2. Halbzeit ganz manierlich ausgesehen. Von 7:12 waren die HVE-Jungs schnell wieder auf 10:13 herangeschlichen. Die Gastgeber waren mutiger aus der Kabine gekommen und hatten die Mendener ein wenig mit ihrem nun zielstrebigem Angriffsspiel überrascht.

Dann aber besannen sich die Sauerländer wieder auf ihr gutes Kombinationsspiel und schlossen ihrerseits konzentriert ab. Der 5-Tore-Abstand war schnell wieder hergestellt. Die Villigst-Ergster gaben sich aber nie auf und erzielten in der Schlussphase noch einige Treffer nach sehenswerten Kombinationen. Trainer Weinberger, der die Partie per Home-Schooling-Office-Zoom vom heimischen Sofa aus betreute, war dennoch zufrieden mit der Leistung und dem Engagement seiner Schützlinge: „Die Jungs haben heute das Maximum rausgeholt! Nächstes Mal sieht es vielleicht schon anders aus.“

Es spielten: Elias und Leo, Fabi, Ben N. Lukas, Theo, Anton, Jannis, Timm, Lio, Jano, Ben H. und Ole.


# SG Menden Sauerland Wölfe