Punktgewinn nach 10-Tore-Rückstand: HTV Hemer 3 – HVE 3. Herren ➟ 26:26 (17:13)

Wer es mit der HVE hielt und beim Zwischenstand von 6:16 deprimiert den Live-Ticker schloss, sollte sich später beim Blick auf das Endergebnis verwundert die Augen reiben. Ein Spielverlauf der sowohl dramatisch als auch unvorhersehbar war.  

Mit neun Mann ging es für die 3. Herren zum tabellarisch gleichplatzierten Gastgeber vom HTV Hemer. Im Grohe-Forum traf man auf eine dynamische Mannschaft, die zur Hälfte aus A-Jugendlichen bestand. Direkt im einen der ersten Angriffe brach sich Außenspieler Nico das Handgelenk an und wurde direkt ins Krankenhaus gebracht. Da waren es nur noch acht.

HTV spielte von Beginn an ein sehr hohes Tempo und HVE fand kein Mittel die Angriffe der Hemeraner zu verteidigen. Nach 20 gespielten Minuten stand es bereits 6:16 aus Sicht der HVE. Eine deutliche Niederlage deutete sich an. Doch auf einmal funktionierte die Abwehr und im Angriff fielen nun auch die Tore. Aus einem 6:16 wurde innerhalb von vier Minuten ein 12:16. Mit einem Rückstand von vier Toren ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Mit der Motivation, sich gegen einen vermeintlich hoch überlegenen Gegner wacker zu schlagen, ging es in die zweiten 30 Minuten der Partie. Es entwickelte sich ein anderes Spiel als in der ersten Halbzeit. HTV verwarf direkt zwei 7-Meter und HVE traf nun regelmäßig in das gegnerische Tor. Das Alu-Pech aus der ersten Halbzeit bliebt den Blau-Weißen nun fern. Das Spiel wurde enger und enger und Ärger und Frust machte sich auf Seiten der Hemeraner breit, die sich sicher einen angenehmeren Abend vorgestellt hatten. Die Hoffnung etwas mitnehmen zu können trieb die stark dezimierten HVEler weiter voran. Eigentlich schon stehend k.o. konnten sie drei Minuten vor Ende tatsächlich den aller ersten Ausgleich zum 25:25 erzielen. Es kam noch besser: Kurz darauf warf Finn sogar die erste und einzige Führung. Es roch nach absoluter Sensation. Hemer konnte eine Minute vor Ende jedoch nochmal ausgleichen. Der letzte Angriff lag nun in Händen der HVE. Auch hier wurde es nochmal schmerzhaft. Der Arm des Schiedsrichters war schon oben, als Finn grob aus der Luft gepflückt wurde. Auch wenn hier nur auf 2-Minuten-Strafe für Hemer entschieden wurden, war damit das passive Spiel aufgehoben und die Uhr konnte komplett heruntergespielt werden. Der letzte Wurf landete dann im Block. Ein verloren geglaubtes Spiel endete also mit einem PUNKTGEWINN für HVE. Was ein Spiel!?

Für blau-weiß haben gespielt: Böhlemann – Sari (9), Hausdorf, Görler (1), Krämer (3), Göge (2), Benninghoff (11/6), Drescher, Matzat


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