Gute Nachrichten für die Mitglieder des TuS Westfalia Villigst: Die Gymnastik-Abteilung des Schwerter Vereins zieht in eine neue Halle. Die bisher genutzte Sporthalle Villigst braucht die Stadt für die Unterbringung von Flüchtlingen – das hatte den Verein in Not gebracht. Jetzt haben die Verantwortlichen eine Lösung gefunden.
Die Mitglieder des TuS Westfalia Villigst können aufatmen. Für den regelmäßigen Gymnastiksport-Betrieb hat der Vorstand um Bernd A. eine neue Halle gefunden. Bereits Anfang November soll den Gymnastik-Abteilungen des TuS die Möglichkeit geboten werden, in einer ehemaligen Fabrikhalle an der Bachstraße zu den gewohnten Zeiten zu trainieren.
Flüchtlinge in Sporthalle untergebracht
Erst kürzlich musste der TuS den Hallensport-Betrieb in der Sporthalle Villigst einstellen, da die Stadt die Räume für die Unterbringung neuer Flüchtlinge benötigt. Die Alternativen der Stadt, verschiedene Hallen im Stadtgebiet zu nutzen, reichten dem TuS nicht aus, um alle Abteilungen zufriedenzustellen.
Ungewohnte Zeiten und längere Anfahrtswege wären die Folge gewesen. Daher war schnelles Handeln angesagt, um einem Mitgliederschwund entgegenzuwirken. „Leider haben wir schon ein paar Abmeldungen erhalten“, sagt Bernd A., 1. Vorsitzender der TuS Westfalia.
Nutzung an Auflagen gebunden
Bernd A. habe seine Kontakte spielen lassen und präsentiert nun eine Lösung. Die ehemalige Fertigungshalle in der Bachstraße gehört Volker T., einem Kunden Bernd A.s. Gemeinsam mit Volker T. vereinbarte der TuS-Vorsitzende, etwa 350 Quadratmeter der Halle zu mieten, um diese dann zu einer neuen Gymnastikhalle umzubauen.
In der Vorwoche hat auch die Stadt grünes Licht für die geplante Nutzung gegeben, verhängte jedoch Auflagen. So müsse eine Brandschutzwand zwischen genutzter Fläche und Restfläche gezogen werden. Darüber hinaus sei es notwendig, sanitäre Anlagen zu installieren. Die Änderung des Nutzungsrechts sei aber problemlos verlaufen.
Vereinsmitglieder helfen ehrenamtlich
Mit dem Umbau der Halle hat der Verein bereits begonnen. Aktuell werden die sanitären Anlagen eingebaut und die Trennwand gezogen. Ab Anfang November soll zudem noch ein hochwertiger Boden verlegt werden. „Wir stehen in Kontakt mit Dirk M. von Bayer Leverkusen und planen eine Art Hallenparkett-Boden“, sagt Bernd A.
Auf Duschen verzichtet der Verein bewusst – „aus Kostengründen“, sagt Bernd A. Am Umbau beteiligen sich ausschließlich ehrenamtliche Helfer aus dem Verein. Sechs bis acht Ehrenamtliche seien im Durchschnitt an dem Umbau beteiligt.
Trainingszeiten bleiben unverändert
Bernd A. hofft, dass er seinen Mitgliedern Anfang November die neue Halle zur Verfügung stellen kann. An den Trainingszeiten werde sich nichts ändern. Diese seien auch der Grund dafür gewesen, warum der Verein die neue Halle überhaupt gemietet habe. Bernd A. rechnet damit, dass die Turnhalle in Villigst etwa ein Jahr nicht belegt werden könne. Solange müsse der Verein für Gymnastiksport auf die Halle in der Bachstraße ausweichen.
Quelle: ruhrnachrichten.de
Fotos: Eleftherios Z. H.






