SG Menden Wölfe E3 – Ruhr Füchse E3 ➟ 27:20 (13:12)
SG Iserlohn-Sümmern – Ruhr Füchse E3 ➟ 27:27 (15:12)
Der in der 2. Handball-Bundesliga inzwischen etablierte Doppelspieltag hat auch in der E-Jugend Einzug gehalten. Trotz der zwei Auswärtsfahrten ins Sauerland nach Menden und Iserlohn entschied man sich jedoch im Vorfeld gegen (durchaus sinnvolle) Zwischenübernachtungen in Halingen oder Iserlohnerheide, die die Reisestrapazen etwas abgemildert hätten. Und das war auch gut so, denn es wurde reichlich Lehrgeld bezahlt – da war für Hotelkosten schlicht keine Kohle mehr übrig…
Aber von vorne: Zunächst traten am Donnerstag die kleinen Füchslein mit (wie üblich) 5 Zweitklässlern gegen die hochgehandelten Mendener Mädchen des Jahrgangs 2009 an, die von 14 Spielerinnen immerhin 12 Fünftklässlerinnen aufboten. Ein erschreckender Vergleich. Aber war man deswegen chancenlos? Es sah so aus. Schnell stand es 6:2 für die körperlich arg überlegenen Gastgeberinnen. Aber als Schwerter ICE ins Rollen kam, entwickelte sich über weite Strecken eine temporeiche Partie auf Augenhöhe. Die kurze Führung der Füchse (7:8) ließ die Spieler kurz von der Sensation träumen – aber eben nur kurz. Über 13:12 und bis zum 17:15 blieb die Partie spannend, dann aber zahlte sich die Physis der Wölfinnen aus, die das Spiel am Ende etwas zu deutlich gewannen.
Sonntags in Iserlohn bot sich zunächst das gleiche, mittlerweile bekannte Bild eines körperlich hoffnungslos unterlegenen Fuchsrudels. Und erneut bot sich dennoch eine spannende Partie. Die Führung wechselte regelmäßig, ebenso die Laune des Iserlohner Trainers. Und mal wieder lernten die kleinen Füchse neue Aspekte der großen weiten Welt kennen: Mamas Umarmung fühlt sich eben doch anders an als die des Gegenspielers…
Apropos Mama: Was die Papas in der Nußberg-Halle auf der Tribüne veranstalten, erreichte Phon-Stärken jenseits von Derbylautstärke. Als die Füchslein das Spiel ab der 30. Minute mit tollen Kombinationen drehten und auf die Siegerstraße einbogen, war kein Halten mehr. Scheinbar hatten sich die Herren Wittershage., Kümpe., Pyzall., Ditur., Harnischmache., Kno., Rut., Schöp., Höh., Broe. & Co. (Namen DSGVO-konform unkenntlich gemacht, sind der Redaktion aber bekannt) am Vorabend im Gänsewinkel vornehm zurückgehalten. Es wäre dabei gemein zu unterstellen, dass nur die eigenen Kinder Ursache für die Hexenkessel-Atmosphäre waren. Nein, es war die hohe Qualität des Spiels der kleinen Füchse.
Leider verteilten sich die einzigen 3 Ballverluste der starken 2. Halbzeit nicht statistisch gleichmäßig, sondern auf die letzten 90 Sekunden des Spiels. So erzielten die Iserlohner am Ende einen zu diesem Zeitpunkt sehr schmeichelhaften Ausgleich. Das tat der Trainerfreude über die tolle Leistung aller Spieler keinen Abbruch. Das Lehrgeld zahlen wir gerne. Übernachtungskosten müssen wir uns halt noch eine Weile sparen.
Es spielten und begeisterten in Menden und Iserlohn: Oskar B., Mats, Levi, Theo, Luke, Vincent, Faris, Oskar W., Anton, Milan, Alexander, Paul und Emil.

















