Handball unter Corona-Bedingungen: HVE -Jugendteams bereits wieder im Trainingseinsatz

Für die vielen Spaziergänger am Gänsewinkel ist es offenbar immer noch ein ungewohntes Bild, aber seit mittlerweile 4 Wochen trainieren die jüngeren Jugend-Mannschaften der HVE-Villigst-Ergste wieder gemeinsam unter Einhaltung der (immer wieder neuen) Corona-Vorgaben. Und da der Hallensport aktuell noch untersagt ist, findet der Sport eben draußen auf dem Tartanplatz hinter dem Gänsewinkel und in Villigst auf dem Sportplatz statt. „Wir haben uns im Vorstand entschieden, allen Jugendteams den Wiedereinstieg ins Mannschaftstraining zu ermöglichen, soweit es die Gesetze und Vorgaben zulassen“, äußert sich Sascha Benninghoff als Jugendleiter der HVE hierzu.

Alle Teams mit Spielern im Alter unter 14 Jahren haben diese Möglichkeit sofort umgesetzt. „Wir sind begeistert, dass sämtliche Trainer für ihre Mannschaften umgehend ein Angebot auf die Beine gestellt haben“, so Benninghoff weiter. „Das ist keinesfalls selbstverständlich, sondern zeigt einmal mehr das große Engagement aller Beteiligten.“ Für die Kinder ist das Angebot selbstverständlich freiwillig, dennoch sind die meisten Mannschaften fast vollständig anwesend, wenn es auf dem Sportplatz endlich wieder zur Sache geht. E-Jugend-Trainer Colin Tönnies berichtet von seinen Eindrücken beim ersten Training nach vielen Monaten des Lockdowns: „Das war wie ein kleiner Urlaub für alle. Wir haben uns gefreut wie Weihnachten.“

Nachdem zunächst nach Ostern 10 Kinder gemeinsam unter Anleitung eines Betreuers Sport machen durften, gilt seit 3 Wochen die Vorgabe, dass nun nur noch 5 Kinder in einer Gruppe trainieren dürfen. Dank der Unterstützung zusätzlicher Helfer konnten selbst diese erschwerten Bedingungen den Trainingseifer nicht bremsen: „Bei der D-Jugend haben wir kurzerhand halt 3 Gruppen mit 3 Betreuern gebildet“ sagt Louis Weinberger, neuer Trainer der männlichen D-Jugend. Bei den Maxis in Villigst finden die Einheiten zeitversetzt statt. Der Mehraufwand für die Betreuer ist enorm, aber die Sache ist es wert.

Obwohl das Training entsprechend der aktuellen Vorgaben kontaktfrei konzipiert ist, gibt es Kinder, die aus Vorsicht nicht am gemeinsamen Training teilnehmen möchten. „Das ist verständlich. Diese Entscheidung soll und darf jeder für sich fällen“, so Sascha Benninghoff. „Wir bieten daher aktuell für alle Mannschaften neben den gemeinsamen Einheiten auf dem Sportlatz auch weiterhin Online-Training an – damit wir sicher sind, dass auch alle Kinder an Bord sind. Die älteren Teams, die keine gemeinsamen Trainingseinheiten machen dürfen, sind ebenfalls bereits seit Monaten und auch zukünftig im Online-Training aktiv. Auch hier leisten alle Beteiligten tolle Arbeit.“

Und es gibt Hoffnung: Sollten die Inzidenzzahlen weiter so stark sinken, kann das Trainingspensum in Kürze weiter ausgebaut werden. Hallenhandball noch vor den Sommerferien? Klingt wie ein Traum, scheint aber zumindest nicht mehr so abwegig wie noch vor ein paar Wochen. Sascha Benninghoff: „Wenn es so weit ist: Wir stehen bereit!“


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